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Dritter Fachtag
Binnendifferenzierung

3. Fachtag der hessischen Versuchs­schulen 

„Lernprozesse effektiv gestalten: Erfolgreiche Binnendifferenzierung in der Praxis“


Wir bedanken uns für die Unterstützung durch das Hessische Kultusministerium bei Herrn Ltd. Ministerialrat Christopher Textor und  Regierungsdirektorin Monika Roth. Den Impulsvortrag hielt  Herr Prof. Dr. Eckhard Klieme (DIPF – Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, Frankfurt am Main). Unser Dank gilt Herrn Prof. Dr. Eckhard Klieme, allen Workshopleitern, allen fleißigen Helferinnen und Helfern dieses Fachtags. Die Heinrich-Schütz-Schule verlieh der Veranstaltung einen würdigen Rahmen. 

Die vier hessichen Versuchs­schulen

 

 


FAQ zum Fachtag Binnendifferenzierung:


Das waren die Workshops

Tanja Seibel, Gerhard Vater, Offene Schule Waldau, Kassel

An einem Praxisbeispiel werden Phasen eines Schulentwicklungsvorhabens zur Binnendifferen- zierung präsentiert, Varianten und Alternativen erörtert und auf ein Prozessmodell übertragen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer planen konkret erste Schritte zur Vorbereitung und/oder zum Einstieg in einen solchen Prozess an der eigenen Schule.

 

Viola Gramß-Wildanger, Bernd Waltenberg, Reformschule Kassel

Es werden Möglichkeiten, Modelle und Fragen der Leistungsbewertung, Aufgabenformate und Leistungsrückmeldung im binnendifferenzierten Unterricht unter der Maßgabe der Durchlässigkeit und des Offenhaltens von Bildungsabschlüssen erörtert.

 

Nils Gallenkamp, Matthias Fabry, Nikolas Neuner, Kristina Biel, Offene Schule Waldau, Kassel

Selbstkompetenz soll als Leitidee für eine gelingende Binnendifferenzierung anhand von Lernauf- gaben aus verschiedenen Fächern gezeigt werden. Einleitend soll darüber diskutiert werden, wie diese Kompetenz in einem didaktischen Gesamtkonzept einer Schule aufgebaut werden kann. An- schließend wird fachspezifisch an Aufgabenbeispielen gearbeitet.

 

Lisa Kaun, Katja Lassahn, Offene Schule Kassel-Waldau

Am Beispiel des Tischgruppenmodells werden zentrale Säulen des Schulkonzepts der Offenen Schule Waldau vorgestellt. Dabei werden unterrichtspraktische Beispiele aufgezeigt, die sich einerseits auf die Unterrichtsorganisation (Classroom-Management) und anderseits auf den Fach- unterricht beziehen. Im Fokus der anschließenden Kleingruppenarbeit stehen die Möglichkeiten der individuellen Förderung und Forderung im binnendifferenzierten Unterricht.

 

Petra Fichtner-Gade, Dr. Stefanie Schmitt, Reformschule Kassel

In dem praxisorientierten Workshop wird der altersgemischte Deutschunterricht (Jg. 6 – 8 und Jg. 9/10) anhand von Unterrichtsbeispielen präsentiert. Es werden verschiedene Differenzierungs- möglichkeiten, Rückmeldestrategien und Bewertungsformen dargestellt, die das selbstwirksame Lernen im Deutschunterricht fördern.

 

Simone Bechtel, Dr. Reinhard Krüger-Stamm, Reformschule Kassel

Eine praxisorientierte Einführung in den integrierten naturwissenschaftlichen Unterricht anhand ausgewählter Materialien aus dem Projektunterricht. Für die jahrgangsgemischten (6. – 8. Jg. und 9. – 10. Jg.), leistungsheterogenen und inklusiven Gruppen werden Unterrichtsequenzen vorge- stellt.

 

Johanna Klippel, Mike Zergiebel, Helene-Lange-Schule Wiesbaden

In diesem Workshop geht es darum, wie Kompetenzorientierung als Ausgangspunkt für erfolg- reiche Binnendifferenzierung genutzt werden kann. Dafür werden den Teilnehmer*innen eine kompetenzorientierte Unterrichtsreihe aus dem Fach Deutsch vorgestellt und Grundlagen der Diagnose, Planung und Evaluierung von Unterricht erläutert. Im Anschluss erhalten die Teil- nehmer*innen Gelegenheit, mithilfe des Prozessmodells für ihr eigenes Unterrichtsfach die Über- legungen praktisch umzusetzen und Gelingensbedingungen zu diskutieren.

 

Karin Garthe, Britta Sauerwein, Projektbüro für individuelle Förderung, Nordhessen

In diesem Workshop-Angebot geht es um den unterrichtlichen Umgang mit Sachtexten in allen Fächern der Sekundarstufe I. Die leitende didaktische Fragestellung lautet: Wie soll(te) ein sinn- voller, binnendifferenzierter Lehr- und Lernprozess gestaltet sein, der den Schülerinnen und Schülern den Erwerb bzw. Aneignungsprozess eines zielführenden und reduzierend-organisieren- den Lesens von Sachtexten ermöglicht?

 

Martina Schalles, N. N.,Reformschule Kassel

Schüler*innen (SuS) greifen eigene Interessen auf, sie vernetzen sie mit ihrer Alltagswirklichkeit und gestalten so ihren Unterricht förmlich selbst. Die Lehrkräfte begleiten diesen vielschichtigen Lernprozess aufmerksam und geben den SuS dabei beratend eine zentrale Orientierungshilfe. In dem Workshop sollen Sie selbst in die Rolle der SuS schlüpfen. Sie werden Ausschnitte der Projektarbeit beispielhaft simulieren und auf diese Weise in die Lage versetzt werden, die Beson- derheiten dieser Methode reflektieren zu können.

 

Katrin Krinitz, Steinwaldschule Neukirchen

Der Einsatz von „bettermarks“ im Mathematikunterricht ermöglicht die Zuweisung passgenauer Aufgaben für die Schülerinnen und Schüler (SuS). Das beginnt mit einem Einstieg, durch vielfältige Hilfen und automatische Übungen. SuS haben während der Bearbeitung zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, allein gelassen zu werden. Ziel ist es, jeder Schülerin und jedem Schüler selbstständiges Lernen im eigenen Tempo zu ermöglichen. Schwerpunkte der Fortbildung sind:
Was ist und wie funktioniert „bettermarks“? Wie fördern Sie einzelne SuS? Wie arbeiten die SuS und Sie als Lehrer mit dem System? Welche Einsatzszenarien deckt das System ab?

 

Kathrin Raude, Elke Hofmann, Steinwaldschule Neukirchen

Das Unterrichtskonzept „Arbeitsplan Mathematik“ versucht, inhaltlich drei Niveaustufen zu be- dienen, die individuellen Arbeitsrhythmen und -tempi der Kinder zu berücksichtigen, das Mathe- matikbuch als zentrales Arbeitsinstrument einzusetzen, Kinder alleinig in die Verantwortung ihres Lernprozesses zu nehmen (z. B. Wahl der Sozialform, individuelle Anmeldung für Zwischentests), maximale Transparenz zu bieten (Inhalte, Kompetenzen, Zeitplanung, Arbeitstermine) sowie es der Lehrperson trotzdem oder gerade deshalb zu ermöglichen, Zeit für individuelle Fragen oder Probleme im Einzelgespräch oder Kleingruppen zu haben.

 

Claudia Bohn und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst, Studienseminar Gymnasien, Kassel

Das Thema Binnendifferenzierung spielt in den Modulbeschreibungen der Fachmodule der Unter- richtsfächer und des Moduls Diagnostizieren, Fördern und Beurteilen im Vorbereitungsdienst des Lehramts an Gymnasien eine große Rolle. Als Ausgangspunkt für gute Praxisbeispiele dienen in Mathematik bekannte Projekte wie KOSIMA (Kontexte für sinnstiftendes Mathematiklernen) und MABIKOM (Mathematische binnendifferenzierende Kompetenzentwicklung) sowie HeMas (Mit Heterogenität im Mathematikunterricht der Sekundarstufe I konstruktiv umgehen). In einem Vortrag werden die in diesen Projekten zusammengestellten Ideen und Praxisbeispiele kurz vorgestellt. Anschließend gibt es die Möglichkeit, sich die auf dieser Grundlage entstandenen Praxisbeispiele von Lehrkräften im Vorbereitungsdienst anzusehen und dabei gemeinsam ins Gespräch zu kom- men.

 

Susan Methe, Sandra Textor, Studienseminar GHRF Kassel/Eschwege

Die Anzahl der Lernenden, die sich im Fachunterricht aufgrund mangelnder Sprachfähigkeit nicht aktiv beteiligen können, nimmt immer mehr zu. Betroffen davon sind nicht nur Jugendliche mit Migrationshintergrund, sondern auch viele deutsche Kinder mit sprachlichen Schwächen und reduziertem Wortschatz. Eine der Herausforderungen im Schulalltag liegt darin, dass Fachinhalte und Bildungssprache gleichzeitig gelehrt und gelernt werden müssen. Unser Workshop bietet aus diesem Grund Anregungen zur Realisierung eines sprachsensiblen naturwissenschaftlichen Fach- unterrichts. Sie erhalten dabei Gelegenheit, Lernarrangements mit interaktiven und anderen Dar- stellungsformen exemplarisch kennenzulernen und selbst auszuprobieren sowie mit Schüler- materialien diagnostisch zu arbeiten und sich über unterrichtliche Konsequenzen auszutauschen.

 

Tarek Aichah, Felix Weichsel, Helene-Lange-Schule, Wiesbaden

Ein ritualisierter kompetenzorientierter Englischunterricht beinhaltet unterschiedliche Potenziale und Chancen, jedem Lernenden seinen Lernfortschritt entsprechend zurückzumelden und lang- fristig transparent zu machen. In dem Workshop werden Beispiele jener Instrumente vorgestellt und anschließend auf die Praxis der Teilnehmerinnen und Teilnehmer übertragen. Hierzu wird eine Arbeitsphase den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeiten bieten, ihr eigenes Unter- richtsmaterial auf die vorgestellte Praxis anzuwenden. Hierzu müssen Lehrbücher, Workbooks, LanguageTrainer etc. mitgebracht werden.

 

Sarah Kotschi, Nils Nolte, IGS Kastellstraße Wiesbaden

Herkömmliche Differenzierungsmethoden garantieren oft nicht, dass man jeden Schüler und jede Schülerin erreicht. Im Sinne eines individuellen Lernzugangs arbeitet die IGS Kastellstraße mit verschiedenen Methoden. Dabei ist es wichtig, dass die Schüler/-innen Lernverantwortung entwickeln, Werkzeuge erlernen bzw. anwenden und ihren Lernfortschritt sichtbar machen.